Bisher lernten wir, dass wir unserem Gegenüber fest in die Augen blicken sollten, wenn wir ihn überzeugen wollen. Doch stimmt das heute noch? Amerkikanische Forscher teilten Probanden in zwei Gruppen ein: die erste schaute dem Sprecher in die Augen, die zweite konzentrierte sich auf den Mund. Dabei entdeckten sie überraschenderweise: Diejenigen, die auf dem Mund blickten, konnten leichter überzeugen. Augenkontakt wirke nur, wenn Redner und Zuhörer der gleichen Meinung sind. Das Gegenüber zum Augenkontakt zu zwingen kann von sensiblen Menschen auch als gewaltvoll und übergriffig erlebt werden. Und der Satz: "Sieh mir in die Augen, wenn ich mit Dir rede", dürfte aufgrund dieser Erkenntnisse hinterfragt werden.