Mit dieser Führung wollen wir ein Stück Neuland betreten, indem wir etwas Bekanntes aus einem neuen Blickwinkel betrachten. Die bekannte Schönheitsgalerie in Schloss Nymphenburg  vereint Frauenporträts aus der Zeit Ludwigs I., die der bayerische König als Sinnbilder weiblicher Schönheit verewigt wissen wollte. Diese einzigartige Sammlung wurde bisher häufig nur unter biographischen Aspekten erläutert. In dieser Führung wollen wir untersuchen, was die Porträts über das Schönheitsideal des 19. Jahrhunderts aussagen können.
Ausgehend von einer kunsthistorischen Einführung in das Thema werden dann die Frauentypen aus physiognomischer Sicht erklärt und wie sie Einzug in diese Sammlung gefunden haben. Durch das Instrumentarium der Physiognomik wird deutlich, welche Details in den Gesichtern auf bestimmte Charakterzüge hinweisen, die das 19. Jahrhundert wie speziell Ludwig I. offenbar als typisch weiblich ansahen.
Als Abschluss und zum Vergleich werden wir weitere Damenporträts aus der Zeit von Kurfürst Max Emanuel (um 1710) ansehen, die die Unterschiede der Schönheitsideale offenbar werden lassen.

Und wir wagen noch einen Blick in die heutige Zeit und die Ideale, die uns von der Werbung als "schön" angepriesen werden. Welche Werte und Sichtweisen vom Leben verbergen sich dahinter?

Ort Schloss Nymphenburg:

Treffpunkt Kassenraum, Haupteingang, Tram 17, Bus 51, 151 Haltestelle Schloss Nymphenburg

Termin: 26.1.2018 – 16.30h

 

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