Anfang November soll es in Brüssel eine neue Abstimmungsrunde über die Zulassungsverlängerung von Glyphosat geben. Das breit eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel steht im Verdacht für den Menschen krebserregend zu sein. Die aktuelle Studienlage reicht allerdings nicht aus, um das Herbizid als kanzerogen einstufen zu können. Nachdem sich die CSU und die SPD zuletzt uneinig waren, hatte sich Deutschland bei zurückliegenden Abstimmungen enthalten. Derzeit kämpfen die Grünen in Koalitionsgesprächen gegen Glyphosat.

Tatsächlich hat die Belastung der Bevölkerung mit Glyphosat in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen. Dies wird insbesondere auf die Einführung der gentechnisch veränderten Sojabohnen zurück geführt, die den Einsatz von Glyphosat nochmal sprunghaft anstiegen ließen. Auch wenn stets versichert wird, dass Glyphosat schnell abgebaut wird und den Menschlichen Körper nicht erreicht, konnte Urinproben, die im Rahmen der Rancho Bernardo Study of Healthy Aging gesammelt wurden steigende Mengen von Glyphosat nachgewiesen werden.

Quellen:

  • Mills PJ, Kania-Korwel I, Fagan J, McEvoy LK, Laughlin GA, Barrett-Connor E. Excretion of the Herbicide Glyphosate in Older Adults Between 1993 and 2016. 2017;318(16):1610–1611. doi:10.1001/jama.2017.11726
  • Die Zeit 26. Oktober 2017 N°44