Gesichter lesen – Menschen verstehen

Unsere Gesichts- und Körperformen, genauso wie Gesichtsausdrücke sagen oft mehr als Worte und sind für ein verständnisvolles Miteinander unentbehrlich. Wie funktioniert das Gesichter lesen (Face-Reading) und wie deuten wir Mimik? Welche Muster sind zuverlässig und wie vermeidet man Missverständnisse? Wie können wir es lernen in Gesichtern zu lesen?

Warum ist es spannend, Gesichter lesen zu können?

  • Soziale Orientierung: Mit Face-Reading können wir einen anderen Menschen besser verstehen, seine Emotionen und Absichten bemerken und damit eine Vertrauensbasis schaffen, die ein Miteinander erleichtert. Das Erkennen, wie ein Mensch tickt, einfach weil er so ist, wie er ist, schafft eine Basis des Verstehens, die Frieden schafft.
  • Missverständnisse: Fehlinterpretationen entstehen leicht, besonders bei kulturellen Unterschieden, bei Stress und natürlich einfach aufgrund unserer eigenen Anlagen. Deshalb ist es gut, allgemeine Grundlagen zu kennen. Und vor allen Dingen, sich selbst besser zu erkennen. „Mensch erkenne Dich selbst“.
  • Alltagsnutzen: Face-Reading und Psycho-Physiognomik hilft im Beruf und in Beziehungen, ein besseres Verständnis zu schaffen und damit besser zu kommunizieren. Es hilft, den Anderen zu verstehen und unterstützt das Lernen von- und miteinander.

Psycho-Physiognomik und Face-Reading:

  • In der Psycho-Physiognomik betrachten wir nicht nur Gesichter, sondern den gesamten Körperbau, das Gesicht, aber auch den Kopf. Dazu kommen Mimik, Gestik und Stimme. Alles zusammen ergibt einen verlässliches Eindruck unseres Gegenübers.
  • Im Körper betrachten wir drei Grundtypen, die miteinander vermischt drei Mischtypen ergeben. Letztlich sind aber unendlich viele Schattierungen dieser Typologien möglich: Je nach Ausstrahlung und nach Gestaltung der Merkmale im Gesicht.
  • Die Ausstrahlung und Strahlkraft eines Menschen spielt in der Psycho-Physiognomik eine wesentliche Rolle und verändert quasi minutenschnell, was wir betrachten. Sie muss geübt werden und macht dieses System unglaublich spannend. Und der Vorwurf des „Schubladendenkens“ kann spätestens hier ad absurdum geführt werden.
  • Die Psycho-Physiognomik schafft damit ein lehr- und lernbares System der Menschenkenntnis, das zu immer größerem Verständnis von uns selbst und von anderen Menschen führt.
  • Physiognomik schafft Frieden durch Verständnis!

Grundlegende Emotionen, die das Gesicht verraten

  • Freude, Traurigkeit, Ärger, Überraschung, Ekel, Angst können direkt im Gesicht gelesen werden. Diese mimischen Ausdrücke zu erkennen, kann geübt werden. Dabei ist immer der Kontext wichtig, da Kultur und Situation die Deutung beeinflussen.
  • Merke: Ein Ausdruck allein reicht selten; kombiniere Mimik mit Tonfall und Situation. Und am besten noch die Grundanlage des Naturells. Je mehr Informationen wir deuten können, umso treffsicherer erkennen wir, was gerade ausgedrückt wird. Das ist für Alle, die mit Menschen zu tun haben, unendlich hilfreich.
  • Es ist auch immer wichtig, zuerst den Kontext zu klären, statt vorschnell zu interpretieren: in welcher Situation tritt etwas zum Vorschein? Wie ist die Grundanlage der Persönlichkeit – Psycho-Physiognokik? Wie ist die Stimmung? Gibt es aktuellen Stress?
  • Körper, Gesicht, Stimme, Tonfall und Situation zusammen zu betrachten ist höchst hilfreich.

Praktische Tipps für den Alltag

  • In der Psycho-Physiognomik lernen wir die Formensprache des Körpers in seiner ganzen Vielschichtigkeit zu interpretieren. Eine wichtiges Lehrwerk ist mein Buch: Physiognomik, erschienen im Thieme-Verlag.
  • Insgesamt wichtig: möglichst viele Ebenen betrachten: Naturell, Gesichtsmerkmale,  Mimik, Augenbewegungen, Körperhaltung, Tonfall.
  • Hypothesen vorsichtig testen: Formuliere eine Frage statt einer festen Deutung. Der Mensch ist sehr komplex und wir können nie alle Merkmale schlüssig zueinander in Beziehung setzen. Deshalb ist es wichtig, sich erst einmal heran zu tasten mit Fragen.
  • Eigene Vorannahmen erkennen: die eigene Anlage bewusst wahrnehmen und nicht daraus interpretieren. Das kann man sehr gut, wenn man das System des Face-Readings kennt.

Praxisbeispiele:

  • Berufliches Meeting: Verschränkte Arme können Anspannung bedeuten, aber auch Nachdenken. Kontext klären, keine voreiligen Schlüsse ziehen.
  • Kundengespräch: Lächeln tut gut, Augen sagen oft mehr. Prüfe, ob die Mimik zur Sprache passt.
  • Welche Naturelle ergänzen sich? Wie setze ich Teams am besten zusammen? Ein Ruhe-Naturell ist immer gut für ökonomisches Gleichgewicht bei Projekten, ein Empfindungsnaturell ist wichtig für innovative Ideen und ein Bewegungsnaturell für die strukturierte Umsetzung der Pläne. Woran erkenne ich welches Naturell?

Die nächste Ausbildung startet am 4.2. – mehr Informationen findest Du hier.