Was ist die Geschichte der Physiognomik?
Dazu ist es interessant zu wissen: Wir alle sind Physiognomen und beurteilen die Menschen, die uns beruflich und privat begegnen. Nach unserer intuitiven Menschenkenntnis schätzen wir Menschen instinktiv mehr oder weniger ein. Doch welche Möglichkeiten gibt es, Menschen möglichst häufig richtig zu sehen, mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen? Gibt es ein „System“ der Menschenkenntnis? Wie hat sich das über die Zeitgeschichte hinweg entwickelt?
Zu den ältesten Überlieferungen aus der Geschichte der Physiognomik wissen wir Einiges aus den physiognomischen Betrachtungen in der griechischen Früh- und Hochkultur. So haben sich bereits brillante Denker, wie Sokrates, Platon und Pythagoras mit Gesichtsmerkmalen bei Mensch und Tier beschäftigt. Der Arzt Hippokrates interessierte sich besonders für die Krankheitszeichen im Gesicht und schuf damit die Grundlagen der heutigen Patho-Physiognomik.
Wesentlich später fasste Carl Huter (1861-1912) nach sorgfältigem Prüfen alle seine Erkenntnisse zusammen. Huter ergänzte seine eigenen Entdeckungen und komplettierte damit das System Psycho-Physiognomik. Er erschuf damit das erste lehr- und lernbare System der Menschenkenntnis.
Die Psycho-Physiognomik deutet anhand von Körperform und Ausdruckszonen im Gesicht bestimmte Wesensanlagen des Menschen. Ganz wichtig ist dabei die Ausstrahlungsqualität (nach Huter), wodurch sich die Psycho-Physiognomik eindeutig von reiner Formendeutung unterscheidet. Es wird immer auch der jeweils aktuelle Energiezustand des Probanden berücksichtigt.
Es werden drei verschiedene Grundnaturelle unterschieden (Ruhe-, Bewegungs- und Empfindungsnaturell), die mit den typischen Ausstrahlungsqualitäten kombiniert werden. Auch alle Bestandteile des Gesichtes, wie die Nase, Ohren, Augen etc. werden betrachtet und zur Gesamtanalyse zusammengefügt.
Schulen wir uns in dieser Art des „Gesichter-Lesens“! Auf diese Weise können wir einen Blick für die individuellen Bedürfnisse, Begabungen und Talente unseres Gegenübers und somit auch eine tiefere Menschenkenntnis erlangen. Denn alles was gelebt, oder auch nicht gelebt, erlebt oder erfahren wird, hinterlässt Spuren, die sich in unserem Äußeren widerspiegeln.
Wilma Castrian

Wilma Castrian gilt bis heute als eine der großen Lehrerinnen im Bereich der Psycho-Physiognomik. Über 40 Jahre hat sie ihr breites Wissen zu diesem Thema in Seminaren, Analysen und Büchern weitergegeben. Stets mit dem Wunsch durch eine liebevolle Menschenkenntnis ein tieferes Verständnis und Toleranz für unser Gegenüber zu fördern. Unsere Intensivausbildung ist auf ihren Wunsch hin entstanden und wird durch zahlreiche Videoausschnitte bereichert, da es ihr heute nicht mehr möglich ist selbst Seminare zu halten.
Möchten Sie den ganzen Film mit Wilma Castrian sehen, stellen wir Ihnen den Link gegen eine Schutzgebühr von 18,-€ gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an!
Interessantes
Die Universität Princeton hat herausgefunden, dass es eindeutige Merkmale in Gesichtern gibt, die Vertrauen erwecken und solche, die Angst auslösen. Dasselbe konnte noch für andere Charaktereigenschaften, wie z.B. Fröhlichkeit und Ernsthaftigkeit, Stärke und Schwäche, belegt werden. Die Forscher fanden heraus, dass wir sehr schnelle Entscheidungen darüber treffen, ob man sich jemandem annähert oder den Kontakt lieber meidet (http://www.princeton.edu/main/news/archive/S21/79/44O45/).
