Homöopathie – alles Placebo oder was?

Warum es sich lohnt, genauer hinzuschauen

„Homöopathie ist eine historische Therapie ohne Bedeutung für die moderne Medizin. Ihre Wirkung beruht ausschließlich auf Placebo.“

Solche Aussagen begegnen uns heute häufig. Auch in der öffentlichen Diskussion entsteht manchmal der Eindruck, die wissenschaftliche Frage sei längst entschieden.

Aber ist die Sache wirklich so einfach?

Ich finde: Nein.

Es gibt in der Homöopathie eine umfangreiche Forschungen, die eine differenzierte Betrachtung verdienen.

Was sagt die Forschung?

Wer Studien zur Homöopathie beurteilen möchte, stößt schnell auf Begriffe wie randomisierte kontrollierte Studien, Doppelblindstudien oder Metaanalysen. Studien richtig zu lesen und zu bewerten, ist allerdings eine eigene Wissenschaft.

Interessant ist deshalb die Arbeit von Prof. Dr. Robert G. Hahn, einem schwedischen Anästhesiologen und Intensivmediziner, der die Homöopathie nicht als Homöopath, sondern aus wissenschaftlicher Perspektive untersucht hat.

In seiner 2013 veröffentlichten Analyse der klinischen Forschung kommt Hahn zu dem Schluss, dass man mehr als 90 Prozent der verfügbaren klinischen Studien außer Acht lassen müsste, um aus den damaligen Daten auf eine fehlende klinische Wirkung der Homöopathie zu schließen.

Dies zeigt deutlich, dass die wissenschaftliche Datenlage komplexer ist, als die einfache Aussage „alles Placebo“ vermuten lässt.

Sehr interessant sind auch die Forschungsarbeiten eines der profiliertesten (nicht-homöopathischen) Forschers, Prof. Dr. Stefan Baumgartner in der Grundlagenforschung. Experimentelle Untersuchungen mit hochverdünnten und potenzierten Präparaten haben unter kontrollierten Bedingungen spezifische Effekte gezeigt.

Es lohn sich also, die sehr guten und umfangreichen Studien in der Homöopathie, die es mittlerweile gibt, vorurteilsfrei und ehrlich zu lesen. Die wissenschaftliche Forschung sollte nicht mit einem vorschnellen Urteil enden, sondern mit eine Offenheit und Fragestellung: Was wissen wir bereits – und was müssen wir noch herausfinden?

Und wie findet man das richtige Mittel?

Für die homöopathische Praxis stellt sich allerdings noch eine ganz andere Frage:

Wie finden wir bei einem individuellen Menschen das passende Arzneimittel?

Denn „Kopfschmerzen“ ist nicht gleich „Kopfschmerzen“.

Wo sitzt der Schmerz? Wie fühlt er sich an? Wann tritt er auf? Was verschlimmert oder bessert ihn? Welche Begleitsymptome gibt es?

Erst durch diese genaue Differenzierung entstehen die charakteristischen Zeichen eines Falles. Genau hier setzt die Zeichenhomöopathie an. Das Symptomenlexikon ermöglicht es, die individuellen Zeichen eines Falles systematisch zu erfassen und miteinander zu einer charakteristischen Zeichenkombination zu verbinden.

Der Vorteil: Die Mittelwahl wird nachvollziehbar – und damit auch lernbar. Und Dank der Computertechnologie kommt man schon in kurzer Zeit zu hervorragenden Ergebnissen.

Nicht noch mehr Wissen anhäufen – sondern lernen, die vorhandenen Informationen genauer zu lesen.

Homöopathie auf den Punkt

Gemeinsam mit Susanne Schell und Sabine Wenk geben wir deshalb einen Einblick in die Zeichenhomöopathie des 21. Jahrhunderts.

Im kostenfreien Webinar „Homöopathie auf den Punkt – Die Zeichenhomöopathie des 21. Jahrhunderts“ zeigen wir anhand konkreter Fälle, wie aus Symptomen charakteristische Zeichen herausgearbeitet und für die Mittelwahl genutzt werden können.

Vielleicht ist es also an der Zeit, bei der Homöopathie nicht nur zu fragen:

„Wirkt sie – oder wirkt sie nicht?“

Sondern auch:

„Wie können wir die Homöopathie so lehren und lernen, dass wir sie in kurzer Zeit erfolgreich in der täglichen Praxis anwenden können? Nachvollziehbar, nach klaren Regeln und mit hoher Verschreibungssicherheit.“ Die Kostenersparnis mit so einer Methode wäre für unser Gesundheitssstem.

Also auf zum Webinar „Homöopathie auf den Punkt“. Hier ist der Link: https://friends-better-world.de/experten/erika-rau/webinar-symptomlexikon/

Herzlichst
Erika Rau