Infektionsschutz im Herbst und Winter

Im Herbst, in München mit der „Wiesn-Saison“, beginnen wieder die Infekte der oberen Luftwege. Da stellt sich alljährlich die Frage, wie komme ich gut durch den Winter? Dafür kann nämlich jeder schon eine ganz Menge selbst für sich tun. Hier listen wir eine Reihe von Möglichkeiten auf, die ohne großen Zeitaufwand täglich beachtet werden können:

Zu allererst können Sie Ihre Ernährung überprüfen und vielleicht das eine oder andere ändern:

  • Für alle die leicht frieren, empfiehlt es sich, möglichst dreimal täglich leichte warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Insbesondere ein warmes Frühstück ist sehr wertvoll. Wer Intervallfasten betreibt, sollte gut überprüfen, ob er das wirklich gut verträgt oder ob er zu sehr in den Unterzucker gerät. In der Phase der Unterzuckerung ist Erregern Tür und Tor geöffnet, deshalb ist hierbei auch auf den Typ zu achten, wenn man phasenweise fastet.
  • Achten Sie auf hochwertige Proteine, wie Fisch, Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Bohnen, Erbsen…), Hanfsamen, grünes Blattgemüse, Süßlupine, Trockenobst. Diese liefern dem Organismus genügend Aminosäuren und versorgen das Immunsystem mit Vitalstoffen. Vermeiden Sie aber zu viel Milchprodukte und zu viel Fleisch, da diese von vielen Menschen nicht gut vertragen werden und den Körper belasten.
  • Trinken Sie am morgens nüchtern ein Glas lauwarmes Wasser mit einem Löffel Apfelessig oder einer frisch ausgepressten Zitrone.
  • Essen Sie täglich einen Apfel oder anderes frisches, reifes Obst und frisches Gemüse der Jahreszeit. Auch ein Frischkräuter-Smoothie, der aber in der kalten Jahreszeit nicht eiskalt sein sollte, liefert viel Antioxidantien.
  • Verwenden Sie hochwertige, kalt gepresste Öle mit reichlich Omega-3-Fettsäuren wie Leinöl, Hanföl oder Walnussöl. Oder Sie nehmen ein gutes Omega-3-Präparat ein, das es im Handel gibt.
  • Trinken Sie reichlich Wasser oder dünnen Kräutertee, damit Sie Stoffwechselschlacken gut ausscheiden können.
  • Setzen Sie sich doch mal ein Kimchi an – fermentiertes Gemüse, evtl. mit Kräutern, das sehr gesund ist, den Darm stärkt und gut schmeckt. Rezepte gibt es im Internet.
  • Achten Sie auf eine gute Basen-Balance bei Ihrer Ernährung. Notfalls mit einem Basenpulver nachhelfen. Fragen Sie uns nach einer individuellen Emmpfehlung.

Achten Sie auf eine gesunde Darmflora, die leicht durch falsche, zuckerreiche oder industriell verarbeitete Lebensmittel, durch Alkohol, Drogen oder Medikamente, insbesondere Antibiotika aus dem Gleichgewicht kommen kann. Eine gesunde Darmflora ist eine hervorragende Grundlage für ein intaktes Immunsystem. Sollten Sie mit dem Darm Probleme haben, dann sprechen Sie uns an. Eine Darmsanierung in Kombination mit basenreicher Ernährung lässt sich gut in den Alltag integrieren.

Bewegung: Gehen Sie täglich, bei jedem Wetter an die frische Luft, damit Ihre Vitamin-D-Synthese täglich angeregt wird. Und achten Sie auch sonst auf ausreichend Bewegung. Dabei gilt besonders die Arndt-Schulz-Regel, der zufolge mittelstarke Reize die Lebenskraft am besten fördern, schwache regen sie leicht an und starke Reize hemmen, stärkste Reize blockieren sie. D.h. – übertreiben Sie nicht und achten Sie immer auf Ihre Tagesform.

Selbstmassage: Ölen Sie Ihren Körper von Kopf bis Fuß 2-3x die Woche mit Sesamöl ein, lassen Sie dies am Körper 10-20 Minuten einwirken und waschen Sie es dann mit heißem Wasser unter der Dusche ab. Benutzen Sie Seifenprodukte nur sehr sparsam. Einmal die Woche sollten Sie die Ölmassage auch auf dem Kopf durchführen und dort aber 1 Stunde einwirken lassen. Genauere Anleitungen dazu erhalten Sie in unserer Praxis.

Lachen Sie so häufig es geht, gehen Sie ins Kabarett, in den Zirkus oder ins Lach-Yoga oder gestalten Sie lustige Spiele-Abende mit Freunden. Denn Lachen verstärkt die Abwehrzellen des Immunsystems. Wer lacht, wird lockerer, baut Stress ab und findet Lösungen, wo er vorher nur Probleme sah.

Schlafen Sie ausreichend und legen Sie wenn möglich mittags nochmal eine kleine Ruhepause ein.

Meditation: Meditieren Sie regelmäßig und bringen Sie damit Ihren Körper und Ihren Geist zur Ruhe. Meditation unterstützt auch unsere seelische Balance, denn Ausgeglichenheit ist ebenso eine wertvolle Ressource für unser Immunsystem.

Vitamine und Mineralien: Wenn dies alles nichts hilft, dann sollten Sie Ihren Bedarf an Vitaminen, insbesondere Vit D und C überprüfen. Am besten lassen Sie dazu mal einen Laborbefund machen und sich bei uns beraten, um die für Sie passende Ergänzung zu ermitteln. Auch Zink und Magnesium sind wichtige Vitamine für das Immunsystem und notfalls müssen bestimmte Vitamine und Mineralien mal eine Zeitlang ergänzt werden.

Kräuter: aus der Phytotherapie, der Kräuterheilkunde, empfehlen wir insbesondere die Einnahme von Cistus canadensis (Zistrose), Echinacea (Sonnenhut) und Umckaloabo. Diese Kräuter kurbeln alles das Immunsystem an. Bei Beschwerden im Bereich der Nebenhöhlen ist eine hochwertige Cistus-Tinktur sehr hilfreich.

 Weitere Produkte zur Abwehrsteigerung:

  • Spenglersan G
  • Ziegenkolostrum in Ziegengold Immunkapseln
  • Grapefruit-Extrakt

Sollte es Sie trotzdem erwischen, dann kann die klassische Homöopathie noch allerbeste Dienste bei akuten Erkrankungen leisten. Sie wirkt meist schneller und zuverlässiger wie jedes chemische Präparat. Allerdings sollte die Auswahl des passenden Mittels von einem zertifizierten Homöopathen (SHZ – Stiftung-Homöopathie-Zertifikat – https://www.homoeopathie-zertifikat.de/) erfolgen, da diese Heilkunst einiges an Fachwissen erfordert. Sie dürfen uns gerne in der Praxis kontaktieren.